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Aktuell
Moderne Einsatzmaschinistenausbildung
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Der NÖ LFV hat 2017 die Unterlagen „Ausbilderleitfaden Maschinistenausbildung“ aus dem Jahre 1999 überarbeitet und neu aufgelegt.

Von der Dienstanweisung des Landesfeuerwehrkommandanten 5.3.2 betrachtet liegt die Einsatzmaschinistenausbildung (EMA) für Feuerwehrmitglieder im Aufgabenbereich des Fahrmeisters jeweiliger Feuerwehr.

Aus der Geschichte betrachtet lernten Maschinisten bis in die 1990er Jahre die Bedienung der Feuerlöschpumpen bei Maschinistenlehrgängen in der NÖ Landes-Feuerwehrschule.


2018_07_Bild1_MA_Lehrgang_um_1954.jpg Bildquelle: Archiv der NÖ LFWS


Großteils konnten nur diese Spezialisten die Feuerlöschpumpen in ihrer Feuerwehr bedienen. Bereits 1994 war in den Fahrmeisterunterlagen ein Lehrplan für die Umsetzung der EMA eingebettet.

Aufgrund der Gerätevielfalt und der Vielzahl an benötigten Maschinisten wurde eine geänderte Ausbildungsstruktur angedacht.


EMA-Ausbildung in den 1990 Jahren

Mit 1998 startete eine neue Fahrmeisterausbildung in der NÖ LFWS, in welcher auch die Einsatzmaschinistenausbildung neu aufbereitet wurde.


2018_07_Bild2_FM_Ausbildung_90er.jpg Bildquelle: Archiv der NÖ LFWS


In den Jahren danach wurde die Ausbildung adaptiert und angepasst und ist bis heute Inhalt.
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Ausbildung der Einsatzmaschinisten auf vielen Ebenen etabliert und in verschiedenen Richtungen weiterentwickelt.
In einigen Feuerwehren funktioniert die Ausbildung hervorragend, manche Feuerwehren gehen gemeinsame Wege in der EMA. Aber auch in Feuerwehrabschnitten und –bezirken werden „Einsatzmaschinistenlehrgänge“ angeboten, jedoch oft mit verschiedenen Inhalten und Zielen.
Leider gibt es auch Feuerwehren, wo diese Ausbildungsschiene nicht so etabliert ist.


Modernisierung der Einsatzmaschinistenausbildung

Deshalb wurde 2014 auf Initiative der NÖ LFWS versucht die Ausbildungsschiene der Einsatzmaschinistenausbildung wieder zu modernisieren.
Es wurde eine Struktur erstellt, an welcher der „Ausbilder Einsatzmaschinistenausbildung“ an der Spitze steht.
Ob der Ausbilder der Einsatzmaschinistenausbildung ein Fahrmeister einer Feuerwehr ist, oder anderswo einer Ausbildungs- oder Führungsebene zugeteilt ist, ist für die Umsetzung der EMA-Ausbildung nicht relevant. Jedoch müssen die fachlichen und methodischen Voraussetzung gegeben sein.


Ausbildungsstruktur Ausbilder Einsatzmaschinistenausbildung


2018_07_Struktur_ABEMA_Ausbildung.jpg Grafik: NÖ LFWS


Rechtliche Bestimmungen für den Fahrdienst (RE12)

Seit November 2015 gibt es ein neues Modul, „Rechtliche Bestimmungen für den Fahrdienst“ (RE12). In diesem werden vor allem die gesetzlichen Rahmenbedienungen für die Einsatzfahrer, die Ladungssicherung sowie die Grundlagen für die Lenkberechtigung 5,5t aufgearbeitet, damit das Wissen in der jeweiligen Feuerwehr weitergeben werden kann.

Modulbeschreibung RE12
Quelle: NÖ LFWS


Ausbilder Einsatzmaschinistenausbildung (ABEMA)

Ende März 2018 nahmen 13 Feuerwehrmitglieder am Pilot-Modul „Ausbilder Einsatzmaschinistenausbildung“ teil.

Wesentlicher Inhalt dieses Moduls ist die Umsetzung der Einsatzmaschinistenausbildung.


2018_07_Bild3_ABEMA_Theorie.jpg Bildquelle: NÖ LFWS


Dabei wird auf alle Inhalte der vorangegangenen Module angeknüpft. Die fundierte fachliche Ausbildung auf motorisch betriebene Geräte der eigenen Feuerwehr ist ebenfalls eine notwendige Voraussetzung für dieses Modul.

Modulbeschreibung ABEMA
Quelle: NÖ LFWS


Rückmeldungen

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden des Pilot-Moduls bestätigen die notwendige intensive Ausbildung in diesem Fachgebiet.

Sie erwarten sich einen übersichtlicheren Aufbau und eine Evaluierung der Inhalte der EMA Ausbildungsunterlagen.

Der Start der Evaluierung durch die ARBA „Fahrzeug- und Gerätedienst“ erfolgte noch im Juni 2018.

Als notwendig wurde von den Teilnehmenden auch erachtet, dass die Struktur der derzeitigen EMA Ausbildung angepasst werden müsste.


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Bildquelle: NÖ LFWS


2018_07_Bild5_ABEMA_Praxis2.jpg Bildquelle: NÖ LFWS


Ziel der EMA-Ausbildung

Die Absolventen des Moduls können mit den geeigneten didaktischen und technischen Methoden, den Unterlagen „Ausbilderleitfaden Maschinistenausbildung“ und fachlicher Kompetenz das Ziel die Einsatzmaschinisten und Feuerwehrkraftfahrer in den Feuerwehren auszubilden qualitativ umsetzten.


Ausblick

Für die Ausbilder des Fachbereichs Gerätetechnik und Gefahrenabwehr der NÖ LFWS steht als nächstes nun die Evaluierung des Moduls Fahrmeister an.

Die Ausbildungsinhalte dieses Moduls werden zukünftig noch intensiver auf die wesentlichen Aufgaben eines Fahrmeisters, die Wartung von Fahrzeugen und motorisch betriebenen Geräten abzielen.
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